On-the-Road-Interview mit den Baltic Gentlemen

Direkt von der Straße, aus Litauen, haben wir vom Headquarter mit den Gentlemen über Schokolade, Spenden und die Tour gesprochen. Spannend!

Die Gentlemen sind bereits an Tag 14 angekommen. Wir vom Headquarter (HQ) haben uns gefragt, wie es den Jungs so ergeht.

HQ: Ihr seid mittlerweile in Litauen. Wie ist die Laune so bei euch?

Jens: Wie man im Video von heute hören kann (Anm. der Redaktion: Das mit dem Vicky Leandros-Lied), ist die Stimmung bei uns super. Bisher gab es keinen Stress im Boliden.

Sönke: Es schweißt selbst so alte Freunde wie uns noch fester zusammen.

HQ: Die Touren sind unterschiedlich lang und auf einigen Strecken kommt man schleppender voran. Wie habt ihr euch unterhalten?

Sönke: Hauptsächlich mit Musik. Und dabei quatschen.

HQ: Wer ist denn der hauptamtliche DJ?

Thomas: Das mache ich überwiegend.

Jens: Der spurt zwar nicht immer und braucht mitunter etwas Ansprache, aber dann ging's.

Thomas: Wir haben Thementage eingelegt. So gab es in Schweden ein Best-Of ABBA oder Tage, an denen nur deutschsprachige Musik lief. Ansonsten halten wir uns mit Hits von alt bis neu bei guter Laune - Atze ist gesetzt!

HQ: Die Tour ist lang, ihr habt viel erlebt. Was waren bemerkenswerte Augenblicke eurer Reise bisher?

Thomas: Das schönste Erlebnis können wir noch gar nicht in Worte fassen. Sicherlich waren die Lofoten und der Weg zum Nordkap - und das Nordkap selbst natürlich - schon Highlights, aber unter'm Strich hat uns Murmansk überrascht.

Sönke: Das Schöne an der Reise ist, dass wir so viele Leute hier kennenlernen durften. Wobei der Zusammenhalt und die Kameradschaft der Teams mit einem 124er noch einmal extra hervorzuheben ist.

Jens: Es gab auch unschöne Momente. Schlimm war es besonders, als der Polizist aus dem Gebüsch sprang und uns mit seiner Laserpistole bedrohte (grinst). Die Schotterpiste von Finnland nach Murmansk hat schon an den Nerven gezehrt.

Thomas: Naja, und mulmige Gefühle taten sich nach nur zwei Stunden Nachtruhe auf. Da muss das letzte Bier wohl schlecht gewesen sein ...

HQ: Wo wir schon bei Durst sind - wieviel zieht denn Dr. Mad so weg?

Jens: Kleine Rechenaufgabe an die Leser: Bei einem Fassungsvermögen von 65 Litern mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 8,5 Litern pro 100 Kilometern sind wir bis jetzt knapp 6.500 Kilometer gefahren. Wo steht der Tacho jetzt?

Sönke: ... bei 190.443 Kilometern!

Thomas: Richtig. Aber: Da geht noch was!

HQ: Und hat Dr. Mad die Reise ansonsten gut überstanden?

Sönke: Klar. Da hatten andere Teams schon mehr Pech. Aber das könnt ihr ja zu den Tagen in Murmansk oder heute (Anm. d. Red. Tag 14) nachlesen.

Thomas: Die bereits angesprochene Kameradschaft hat uns auch dazu verleitet, auf das Team 02 zu warten. Und heute sind wir mit drei 124ern unterwegs. Das ist toll!

HQ: Hat sich der Fahrerwechsel nach 100 Kilometern bewährt oder musstet ihr ihn in den letzten Tagen anpassen?

Jens: Der Stundenrhythmus hat sich bewährt. Lediglich bei Ländern mit 0,0 Promillegrenze wurde die Fahrfolge nach Atemalkoholtest bestimmt (grinst).

HQ: Ansonsten scheint es euch offensichtlich gutzugehen. Würdet ihr das wieder machen?

Jens, Sönke, Thomas: In jedem Fall!

Sönke: Das Zeitgefühl ist komplett verschwunden. Wir lassen uns treiben und schauen, was der Tag, die Straße und die Aufgaben so hergeben.

Thomas: Die Erlebnisse von letzter Woche fühlen sich an, als wäre es ein anderer Urlaub.

Jens: Ein irres Erleben, die ganze Reise hier!

HQ: Gut, wir haben gesehen, dass ihr keine halben Sachen macht. Gab es etwas, dass ihr vergessen habt bzw. dringend besorgen oder nachkaufen musstet?

Jens: Nö! Nur Schokolade haben wir gegessen, wie andere Brot ...

HQ: Es scheint so, als läuft alles wie am Schnürchen. Das freut uns. Aber es klingt ein leiser Hauch von Wehmut, dass die Rallye übermorgen schon vorbei ist. Lasst ihr euch danach in getrennten Wagen nach Hause kutschieren?

Thomas: Ein Gentlemen fährt natürlich in seinem Boliden nach Hause!

Jens: Eine solche Frage verbietet sich. Wer kann so fragen?!?

HQ: Wollt ihr noch etwas an die Menschen vor den Displays loswerden?

Jens: Es wäre schön, wenn die Menschen, die diesen Monat noch ein paar Euro überhaben, diese noch Spenden würden. Das Ziel über beide Konten sollte doch 15.000 EUR werden können!

HQ: Das wäre sehr toll, denn dann hättet ihr aus eurem ursprünglichen Ziel, pro gefahrenen Kilometer einen Euro zu spenden, es tatsächlich geschafft, zwei Euro pro gefahrenen Kilometer für wohltätige Zwecke zu spenden. Vielen Dank für den Aufruf!

Jens, Sönke, Thomas: Gruß und Dank an's HQ!


Kommentare (2)

  1. Rolf Körting:
    Jun 27, 2015 um 07:55 AM

    Guten Morgen Gentlemen,
    2 Wochen lang habt ihr mich an eurer Tour, euren Erlebnissen und Stimmungen indirekt teilhaben lassen. Es war wirklich spannend und echt interessant!
    Dafür ein herzliches Dankeschön an euch, aber auch dem Headquarter, dem Team hinter den Kulissen, das einen tollen Job gemacht hat.
    Den "Protagonisten" wünsche ich viel Glück und gute Stimmung auf den letzten Metern in die Heimat und freue mich auf Details im persönlichen Gespräch.
    Gratulation auch zum Spendenerfolg!
    Rolf

  2. G. Derkowski:
    Jun 28, 2015 um 05:27 PM

    SENSATIONELL!!! Ihr habt es tatsächlich geschafft. Ich gratuliere! Und beneide euch ein bisschen um diesen einmaligen Trip.
    Viele Grüße von Gerrit


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